Tauziehen war olympisch. Karate war olympisch. Breakdancing tanzte vier Jahre lang auf der größten Bühne der Welt – und wurde trotzdem nie wieder eingeladen. Trailrunning will da rein. Die Frage ist nicht mehr ob, sondern mit welchem Schicksal.
Mit Papa auf der Straße. So hat die Laufkarriere von Clara Carste begonnen. Mittlerweile ist die Deutsche aus Hohenbrunn bei München im Athletenteam von DYNAFIT und lebt in Innsbruck und verbindet dort Studium und Wissenschaft als sportwissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität. Die Straße hat sie hinter sich gelassen und gegen die Trails getauscht. Im Interview spricht sie über freundschaftliche Rivalitäten, den UTMB und ihre zwiegespaltene Haltung zum Trailrunning als olympische Disziplin.
Der UTMB und die by UTMB-Events gehören zu den prominentesten, die der internationale Trailrunning-Sport hergibt. Sportler:innen aus den USA, Spanien, Frankreich, China dominieren die Szene - aber wie ist Österreich positioniert? Hier sind einige Zahlen und Fakten. Und so oft wie kein anderer aus Österreich auf einem UTMB-Podest: Esther Fellhofer.
Wenn von UTMB und Österreich gesprochen wird, dann sticht ein Resultat immer noch heraus: Platz neun von Florian Grasel 2018, beim „Rennen aller Rennen“ in der Mont Blanc-Region. UTMB hat sich gewandelt, ist zu einer globalen Serie geworden. Österreicher:innen spielen mit im Konzert der Besten, aber sehr viele haben es bis dato noch nicht auf das Podest geschafft. Esther Fellhofer ist ebenso zu erwähnen wie Claudia Rosegger und Gerald „Sancho“ Fister und – Florian Grasel. 2022 siegte er beim Eiger 250, 2024 war er beim PTL in Chamonix auf dem Podest, nun fügt er seinen beeindruckenden Erfolgen noch einen zweiten Platz bei einem 100 Meilen-Rennen in Nordwales hinzu. Snowdonia by UTMB gilt als eines jener großen, epischen Rennen, „die man einmal gemacht haben muss.“