Tauziehen war olympisch. Karate war olympisch. Breakdancing tanzte vier Jahre lang auf der größten Bühne der Welt – und wurde trotzdem nie wieder eingeladen. Trailrunning will da rein. Die Frage ist nicht mehr ob, sondern mit welchem Schicksal.
Mit Papa auf der Straße. So hat die Laufkarriere von Clara Carste begonnen. Mittlerweile ist die Deutsche aus Hohenbrunn bei München im Athletenteam von DYNAFIT und lebt in Innsbruck und verbindet dort Studium und Wissenschaft als sportwissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität. Die Straße hat sie hinter sich gelassen und gegen die Trails getauscht. Im Interview spricht sie über freundschaftliche Rivalitäten, den UTMB und ihre zwiegespaltene Haltung zum Trailrunning als olympische Disziplin.
Von einer Marke, der man 12 Jahre lang treu war, zu einer anderen. Warum laufen Hans-Peter und Manuel Innerhofer, zwei der prominentesten österreichischen Trailrunner, nunmehr für LOWA? Was steckt dahinter?
Während beim Exekutiv-Meeting der World Athletics in Polen keine weiteren Schritte gemacht wurden, um Trailrunning olympisch zu machen, fand Anfang März die Generalversammlung der International Trail Running Association (ITRA) statt. Heimlich, still und leise quasi, Stand heute gibt es nicht einmal eine Presseaussendung auf der eigenen www.itra.run Website dazu. Präsident Janet Ng aus Hongkong stand in einem schriftlich geführten Interview Rede und Antwort.
Beim Dolomiti Extreme Trail fehlt dem gebürtigen Kärntner nach zwei dritten und einem zweiten Platz nur mehr … der Sieg. Derweil kommuniziert der Veranstalter ein Rekord-Teilnehmerfeld.
Ein Ultratrail scheint oftmals nie zu enden. Auf die Frage, ob Trailrunning olympisch wird, und wann, gibt es nur häppchenweise Antworten. Klar ist, dass der sportpolitische Weg dieser Disziplin in den Olymp so beschwerlich ist wie ein, sagen wir: Ultratrail.
war der Ultra‑Trail Snowdonia 100 Kilometer kein beliebiges Rennen, sondern ein Gelöbnis: schmale Kämme, Wind, Felskontakt und die Gewissheit, dass jeder Höhenmeter echt erkämpft war. Als im März ein FindTrail‑Vergleich, hitzige Reddit‑Threads und ein Podcast auftauchten, erhob sich in der Szene sofort ein Kummerchor, um nicht zu sagen: ein Shistorm. Statt der erwarteten Gratpassagen sahen viele in den ersten veröffentlichten Daten vermehrt niedrigere Verbindungsabschnitte und abweichende Distanz‑ und Höhenmeterangaben. Für Läufer, die monatelang auf genau dieses Terrain trainiert hatten, fühlte sich das nicht wie eine bloße Streckenänderung an, sondern wie ein Verlust einer identitätsstiftenden Erfahrung.
Der Auftakt der World Trail Majors 2026 fand dort statt, wo urbane Dichte und wilde Natur so eng ineinandergreifen wie kaum irgendwo sonst: auf der Sai Kung Peninsula im UNESCO Global Geopark vor den Toren Hongkongs. Mehr als 3.000 Läuferinnen und Läufer aus rund 60 Nationen machten den Anta Guanjun Hong Kong 100 einmal mehr zu einem internationalen Saisonstart mit Signalwirkung.
Sportlich wie organisatorisch stand...
Wir schreiben das Ende des Jahres 2025, und Trailrunning ist keine Verheißung oder vorübergehende Modeerscheinung mehr. Es ist ein globales Sport-Ökosystem mit Millionen von Teilnehmern, konsolidierten Profi-Rennserien, nationalen Verbänden auf fünf Kontinenten und einer Branche, die nach Angaben verschiedener Akteure jährlich Milliarden-Dollar-Umsätze im zweistelligen Bereich generiert, wenn man Ausrüstung, Reisen, Versicherungen und Startgebühren zusammenrechnet. Sergio Mayayo von www.trailrunningspain.com hat sich Gedanken über die Zukunft gemacht. Wie sieht Trailrunning in zehn Jahren aus?
Kurt König ist Kopf des SCARPA Teams, aber zuallererst ist er ein profunder Kenner der Berglauf- und Trailszene. Und er spricht offenherzig über den deutschen Trailsport, den UTMB und andere Themen.