Die ersten Medaillen bei dem WMTRC 2025 Canfranc-Pirineos sind vergeben. Remi Bonnet deklassiert die Konkurrenz auf der 6,4km langen Strecke von Canfranc hinauf auf „La Raca“ und siegt vor den beiden Kenianern Richard Atuya und Titelverteidiger Patrick Kipngeno. Bei den Damen triumphiert Nina Engelhard (GER) vor Susanna Saapunki (FIN) und Anna Gibson (USA).
Bilder: WMTRC 2025 CanfrancPirineos
Bei kühlen 4 Grad Celcius haben die World Mountain and Trail Running Championships in Canfranc mit den Uphill-Rennen begonnen. Und sie begannen mit einem Paukenschlag, denn bei den Männern lief der Schweizer Remi Bonnet auf der 6,4 Kilometer langen Strecke mit 990 Höhenmeter in einer eigenen Liga. Nach einem schnellen Start auf Asphalt setzte er sich im Gelände rasch ab, lag bei etwas mehr als der Hälfte der Strecke schon 37 Sekunden vor den ersten Verfolgern und war auch auf dem steilen Schlussanstieg eine Klasse für sich und holte sich in 37:50 Minuten Gold. „Es fühlt sich sehr gut an, Weltmeister zu sein“, sagte Bonnet im Ziel. Vor allem wohl, weil er im Sommer lange verletzt war. „Aber die letzten sechs Wochen konnte ich gut trainieren und die Stressfraktur im Bein hat nicht mehr geschmerzt.“ Auch wenn er sich am Start noch unsicher über seine Form war: „Die Beine fühlten sich von Anfang an gut an.“
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Dem mussten auch die beiden Kenianer Tribut zollen. Beide waren sich im Ziel einig: „Diese Pace konnten wir nicht mitgehen.“ Atuya strahlte trotz mehr als einer Minute Rückstand auf Gold mit Silber. „Der Start war sehr schnell und außerdem war es ziemlich kalt.“ Der entthronte Titelverteidiger Patrick Kipngeno sprach von einem „sehr harten und schweren Rennen.“ Remi Bonnet war auch für ihn zu stark. „Aber ich bin sehr happy als Dritter wieder auf dem Podium zu stehen.“
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Bester Deutscher wurde Tobias Ulbrich auf Rang 15, vor Julius Ott (25.), Dominik Notz (40.) und Gabriel Wimmer (58.). Als bester Österreicher landete Maximilian Meusburger auf Rang 35, Josef Bodner wurde 38., Hans-Peter Innerhofer 43.
Das österreichische Team belegt in der Nationenwertung Rang 12.
Nina Engelhard folgt auf Andrea Mayr
Bei den Frauen siegte die Deutsche Nina Engelhard in 45:33 Minuten zwar nicht mit so einem großen Vorsprung wie Remi Bonnet, aber ebenfalls souverän vor der Finnin Susanna Saapunki und Anna Gibson aus den USA. Titelverteidigerin Andrea Mayr aus Österreichs war nicht am Start. „Ich bin sprachlos“, stammelte Engelhard im Ziel. „Das war das härteste Rennen meines Lebens. Schon nach zwei Kilometern dachte ich, ich muss sterben. Das wird eine Zeit brauchen, bis ich das realisiert habe.“
Auf Rang zwei landete die Finnin Susanna Saapunki, die seit vier Jahren in Italien lebt. „Zur Hälfte dachte ich noch, dass ich die Lücke schließen kann, aber Nina war zu stark.“ Bronze ging an Anna Gibson aus den USA. „Es hat wirklich Spaß gemacht, auch wenn der Start sehr schnell war. Es fühlte sich wie bei einem Straßenrennen an. Ich bin im Steilen dann gut voran gekommen und hab mich immer weiter nach vorne gearbeitet.“
Als einzige Österreicherin am Start belegte Amelie Muss den 44. Platz, 7:26 Minuten hinter Siegerin Engelhard.
Die deutschen Damen belegten am Ende im Nationenranking den vierten Platz.
