Tauziehen war olympisch. Karate war olympisch. Breakdancing tanzte vier Jahre lang auf der größten Bühne der Welt – und wurde trotzdem nie wieder eingeladen. Trailrunning will da rein. Die Frage ist nicht mehr ob, sondern mit welchem Schicksal.
Mit Papa auf der Straße. So hat die Laufkarriere von Clara Carste begonnen. Mittlerweile ist die Deutsche aus Hohenbrunn bei München im Athletenteam von DYNAFIT und lebt in Innsbruck und verbindet dort Studium und Wissenschaft als sportwissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität. Die Straße hat sie hinter sich gelassen und gegen die Trails getauscht. Im Interview spricht sie über freundschaftliche Rivalitäten, den UTMB und ihre zwiegespaltene Haltung zum Trailrunning als olympische Disziplin.
Vincent Bouillard, Jim Walmsley und Co. setzen ein Zeichen: Die Crème de la Crème des kommerziellen Trailrunning-Zirkus tritt 2025 erstmals geschlossen bei den WMTRC von vier internationalen Verbänden an. Der Sport steht vor einem historischen Wendepunkt – zwischen Image, Identität und internationalem Anspruch.
Die 28-jährige Deutsche will bei ihrer Premiere von Courmayeur nach Chamonix ein Top-Resultat, freut sich auf die Strecke und "auf das große Leiden" dabei.
Eine treibende Kraft zur Professionalisierung des Trailrunning-Sports sind die Golden Trail World Series, die Sehnsüchte und Begehrlichkeiten wecken und nunmehr an einem Scheideweg stehen. Ein Scheideweg, der die Szene noch besser, noch größer und noch interessanter dastehen lassen könnte.
Soll Trailrunning olympisch werden? Welche Agenden stehen bei einer Vollzeit-Athletin auf der täglichen Liste? Wie wichtig sind die World Mountain and Trail Running Championships für Rosanna Buchauer (UTMB-Index 768 am 18.7.25). Wir haben nachgefragt.
Zehn Fragen, zehn Antworten. Knapp zwei Wochen nach dem Western States Endurance Run blickt Hannes Namberger (UMTB-Index 899 am 7.7.25) auf das Rennen in den USA zurück. Hier ssind seine zehn Takeaways.
Fünf Deutsche und zwei Österreicher sind mit dabei, wenn am 28. Juni der diesjährige Western States Endurance Run gestartet wird, unter ihnen sind auch Rosanna Buchauer und Hannes Namberger, die sich ein so genanntes „Golden Ticket“ erlaufen haben für den ältesten aller Hundertmeiler.
Alex Oberbacher aus Südtirol, der letzthin mit Top-Ergebnissen auf sich aufmerksam gemacht hat, erzählt von sich und seinem Sport, seiner Trainingsroutine und seinen finanziellen Möglichkeiten. Und davon, dass beim Laufen in den Bergen weniger passiert, als man annehmen möchte.
Der UTMB und die by UTMB-Events gehören zu den prominentesten, die der internationale Trailrunning-Sport hergibt. Sportler:innen aus den USA, Spanien, Frankreich, China dominieren die Szene - aber wie ist Österreich positioniert? Hier sind einige Zahlen und Fakten. Und so oft wie kein anderer aus Österreich auf einem UTMB-Podest: Esther Fellhofer.
Wenn von UTMB und Österreich gesprochen wird, dann sticht ein Resultat immer noch heraus: Platz neun von Florian Grasel 2018, beim „Rennen aller Rennen“ in der Mont Blanc-Region. UTMB hat sich gewandelt, ist zu einer globalen Serie geworden. Österreicher:innen spielen mit im Konzert der Besten, aber sehr viele haben es bis dato noch nicht auf das Podest geschafft. Esther Fellhofer ist ebenso zu erwähnen wie Claudia Rosegger und Gerald „Sancho“ Fister und – Florian Grasel. 2022 siegte er beim Eiger 250, 2024 war er beim PTL in Chamonix auf dem Podest, nun fügt er seinen beeindruckenden Erfolgen noch einen zweiten Platz bei einem 100 Meilen-Rennen in Nordwales hinzu. Snowdonia by UTMB gilt als eines jener großen, epischen Rennen, „die man einmal gemacht haben muss.“