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    Cortina 56-26 – The Legacy Trail: Mission erfüllt

    Über 300 Läufer aus mehreren Nationen, zwei olympische Strecken als Höhepunkte, eine Premiere – und das Ergebnis ist klar: Cortina hat ein neues Trailrunning-Event das bleibt.

    Text: Egon Theiner
    Bilder: Fondazione Cortina

    Am 25. Juli 2026 wurde Geschichte geschrieben – nicht nur olympische, sondern auch läuferische. Über 300 Athleten aus Österreich, Deutschland, Frankreich, Mexiko, Slowenien, Italien und weiteren Nationen gingen beim ersten Cortina 56-26 – The Legacy Trail auf die Strecke. Zwei Distanzen, zwei olympische Zeitreisen: Die 56K führte über 56,5 Kilometer und 2.800 Höhenmeter an Schauplätzen vorbei, die Toni Sailer 1956 mit drei Goldmedaillen zu Olympia-Legenden gemacht haben. Die 26K bot auf 25,3 Kilometern denselben historischen Rahmen in kompakterer Form – und denken konnte man durchaus an Max Langenhan, der im Februar 2026 mit vier Bahnrekorden im Rodeln zu Olympiagold gefahren war.

    Den ersten Sieg in der Geschichte des Cortina 56-26 über die 56K holte sich Luca Fabris – mit einem ITRA-Performance-Index von 855 kein Unbekannter in der internationalen Trailszene, zuletzt Zweiter beim Dolomiti Extreme Trail 2026. Bei den Frauen siegte Nicol Guidolin. Die 26K gewannen Marco Peloni und – besonders herzlich bejubelt – die Ampezzanerin Barbara Giacomuzzi. Die 51-Jährige, in den 1990er-Jahren Weltcup-Langläuferin und 1996 mit der italienischen Staffel in Falun auf dem Podest, bewies, dass Cortina nicht nur eine olympische Vergangenheit hat, sondern auch eine Generationen übergreifende sehr lebendige sportliche Gegenwart.

    In der Staffel-Wertung dominierten die regionalen Clubs: Das Team Aldo Moro Nortec gewann die 56K der Männer mit Matteo Cassan und Manuel Filipputti, die Facerunners mit Daniele Repele und Alice Casali die gemischte Staffel. Anna und Martina De Biasi gewannen die 26K-Frauenstaffel, Federico Vecellio Patis und Lorenzo Pais Bianco vom U.S. Tre Cime Auronzo die 26K-Männerstaffel.

    Die Siegerehrung im Zielbereich am Trampolino di Zuel fand in prominenter Gesellschaft statt. Neben Bürgermeister Gianluca Lorenzi waren mehrere Athleten der Olympischen und Paralympischen Winterspiele 2026 anwesend: Lucia Dalmasso, Bronzemedaillengewinnerin im Snowboard, Langläuferin Anna Comarella, Skeleton-Athlet Mattia Gaspari und Paralympics-Skifahrer Luca Palla.

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    „Die Resonanz auf diese erste Ausgabe bestätigt uns, dass der Cortina 56-26 alle Voraussetzungen mitbringt, um ein fester Termin im sportlichen Kalender des Ortes zu werden. Das Ziel war es, ein Event zu schaffen, das Sport und Territorium verbindet und das Erbe der beiden Olympischen Spiele von Cortina durch ein authentisches Erlebnis zum Leben erweckt. Das Ergebnis war möglich dank der Arbeit eines außergewöhnlichen Teams, bestehend aus den Mitarbeitern der Fondazione Cortina, den Freiwilligen der verschiedenen lokalen Vereine, den Ordnungskräften, den Institutionen und den Partnern. Ihnen allen gilt mein aufrichtigster Dank: Dieses Netzwerk der Zusammenarbeit ist es, das die Realisierung von qualitativ hochwertigen Events und Projekten ermöglicht – und genau das ist das Modell, das die Fondazione Cortina auch in Zukunft weiterentwickeln möchte.“
    Michele Di Gallo, Direttore Generale Fondazione Cortina

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    Cortina und Lavaredo: zwei Welten, eine Region

    Wer von Trailrunning in den Dolomiten spricht, denkt zuerst an den La Sportiva Lavaredo Ultra Trail by UTMB. Der Klassiker über 120 Kilometer mit 5.800 Höhenmetern – heuer von Hannes Namberger zum vierten Mal in Folge gewonnen – ist das große Rennen der Region, ein Event von Weltruf mit über 1.500 Startern.

    Aber es muss nicht immer der Lavaredo sein. Der Cortina 56-26 denkt kleiner, tiefer und historischer. 300 Starter statt 1.500, 56 Kilometer statt 120, olympische Schauplätze statt reiner Bergwildnis. Das ist kein Widerspruch zum Lavaredo – das ist eine Ergänzung. Zwei Rennen, zwei Philosophien, in einer der schönsten Bergregionen der Welt.

    2027 kehrt der Cortina 56-26 zurück. Wer die Dolomiten liebt, sollte beide Daten im Kalender haben.

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