Am 1. August ist es wieder so weit. Das Pitztal öffnet seine Gletscherwelt für die Golden Trail World Series – und die weltbesten Trailrunner kommen. Zum zweiten Mal. Das ist kein Zufall. Das ist Verdienst.
Text: Pablo Osorio/GTWS
Fotos: GTWS/Rising Story
Was 2013 als „Trail Maniak“ mit 200 Teilnehmern begann – damals der höchstgelegene Trail-Marathon der Alpen – ist heute ein ausverkauftes Event mit 1.600 Startern, einem festen Platz im GTWS-Kalender und einem TV-Publikum, das weit über Europa hinausreicht. Warner Bros. Discovery überträgt live auf Eurosport, HBO Max und TNT Sports. Holzchalets mit blumengeschmückten Balkonen, Jahrhunderte alte Bergkultur und eine Strecke, die alles verlangt was ein Läufer zu geben hat – das ist Pitztal. Das ist das alpinste Rennen der GTWS-Saison 2026.

Die Strecke
23,5 Kilometer, 1.700 Höhenmeter, ein Blütenformat. Drei Schleifen, alle zurück nach Mandarfen – das macht das Rennen nicht nur athletisch, sondern auch als Zuschauer-Event außergewöhnlich erlebbar.
Die erste Schleife ist sanft: fünf Kilometer, 120 Höhenmeter, ein stetiger Anstieg zur Taschachalpe. Es bleibt noch Zeit zum Atmen – und noch Zeit für Gedanken. Dann kommt die zweite Schleife – und alles ändert sich. 13 Kilometer, 1.300 Höhenmeter, Steigungen über 30 Prozent durchs Hirschtal hinauf zur Sunna Alm Hütte. Und dann der Grubenkopf: 560 Höhenmeter auf 2,2 Kilometer. Wer hier noch an Taktik denkt, ist entweder sehr gut oder sehr naiv. Die dritte Schleife gehört dem Downhill – schnell, direkt, zurück ins Tal.
Mittendrin liegt der Rifflsee, der höchstgelegene Bergsee Österreichs – türkisfarben und still inmitten einer Landschaft, die einem den Atem verschlägt. Sofern man nach dem Grubenkopf noch welchen hat.

Die Titelverteidigerin
Naomi Lang (Salomon) holte hier 2025 ihren ersten GTWS-Sieg – bei Starkregen, auf verkürzter Strecke, unter extremen Bedingungen. „Die Strecke hatte von allem etwas. Schnelle, flache Passagen, aber auch steile Anstiege und technische Downhills“, sagt die Britin. Und fügt mit einem Lachen an: „Am Renntag haben wir nicht viel von der Landschaft gesehen – aber ich bin danach geblieben. Die Berge sind unglaublich.“ 2026 kehrt sie zurück, um ihren Titel zu verteidigen. Die Konkurrenz wird ihr das nicht leicht machen.
Was Pitztal und die GTWS verbindet
„Die weltbesten Trailrunner zu empfangen und das Pitztal einem internationalen Publikum zu präsentieren, war eine Chance, die sich die Organisatoren nicht entgehen lassen konnten“, sagt Philipp Stöfelz, Geschäftsführer des Tourismusverbands Pitztal. Die GTWS hat das Rennen verändert – nicht in seinem Charakter, aber in seiner Reichweite. Das Pitztal erreicht heute Athleten und Trailrunning-Begeisterte auf allen Kontinenten, die das Tal zuvor nicht auf dem Radar hatten.
Das Pitztal selbst – vier Gemeinden, 380 Kilometer Wanderwege, 36 Berghütten, 15 Bergseen – ist auch abseits des Rennens eine Reise wert. Aber am 1. August gehört es den Läufern.
Live zu verfolgen auf Eurosport, HBO Max und TNT Sports – und auch trailrunningworld.net wird berichten.
Weitere Informationen: pitztal.com / goldentrailseries.com

