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    Sierre-Zinal: run2gether belegt erneut das gesamte Männer-Podest

    Gleiche drei Namen, gleiche Reihenfolge, ein Jahr später: Beim Sierre-Zinal 2026 hat sich das Kenia-Trio von run2gether On Trail erneut das komplette Männerpodest gesichert – exakt wie 2025. Bei den Frauen sorgte dagegen eine Rumänin für ein weiteres Karrierehighlight.

    Text: Egon Theiner / Pablo Orsorio, GTWS
    Bilder: GTWS / Koastal Forest

    Kiriago knapp am Streckenrekord von Jornet dran

    Philemon Kiriago gewann in 2:26:24 Stunden – es war sein dritter Sierre-Zinal-Titel nach 2023 und 2025. Am Ende blieb er nur 50 Sekunden über Kilian Jornets Streckenrekord von 2:25:34 Stunden aus dem Jahr 2024. Hinter ihm komplettierten seine Teamkollegen Patrick Kipngeno (2:26:56, +32 Sekunden) und Michael Selelo Saoli (2:29:36) das Podest – dieselben drei Athleten, in derselben Reihenfolge wie im Vorjahr.

    „Wir gaben, was wir hatten. Sierre ist unser Zuhause“, sagte Kiriago nach dem Rennen. „Ich wollte von Anfang an mit Patrick vorne weglaufen. Es ging auf. Ich bin so glücklich. See you next year again!“

    Taktik nach Plan – trotz kleiner Planänderung

    run2gether Team-Manager Thomas Krejci beschrieb den Tag als einen, für den ihm fast die Worte fehlen: Nach dem Dreifachsieg im Vorjahr habe man diesen erneuten Erfolg nicht selbstverständlich erwartet, auch wenn im Hinterkopf immer die Hoffnung auf ein starkes Ergebnis mitgelaufen sei. „Sierre-Zinal ist für unser Team der Höhepunkt des Jahres, wir sind es mit voller Motivation angegangen – und dass es am Ende wieder aufging, sorgt nun für riesige Freude und Motivation in der gesamten Mannschaft“, sagte Krejci fast gerührt. „Philemon Kiriago hat übrigens zwei Dopingkontrollen gehabt – eine am Tag vor des Rennens um 6 Uhr Früh, eine als Sieger nach dem Bewerb. Wir sind glücklich, dass diese Problematik ernst genommen wird und streng getestet wird.“

    Taktisch sei bei den Herren fast alles nach Plan gelaufen: Gemeinsam mit Richard Omaya Atuya forcierte Patrick im Anstieg das Tempo, während Philemon stark mithielt. Saoli hielt sich zunächst zurück und gab erst im zweiten Streckenabschnitt alles, was er hatte – holte Platzierung um Platzierung auf und landete auf dem Podest. Patrick und Philemon seien in praktisch allen Streckensegmenten vorne mit dabei gewesen – Teilergebnisse, die Trainer und Betreuer mit Freude registrierten.

    Auch bei den eigenen Damen zeigte sich das Team zufrieden:Ruth Mwihaki Gitonga und Miriam Chepkirui liefen auf die Plätze sieben und neun – für beide war Sierre-Zinal 2026 die bislang längste Distanz in ihrer Karriere. Krejci: „Beide sind bewusst defensiv gestartet und häben sich die Kraft für die zweite Streckenhälfte aufgespart – gut gemacht, Ladies!“

    Beste in der Mannschaftswertung

    Mit diesen Einzel-Ergebnissen gewann run2gether – wie vor einer Woche beim Pitztal-Rennen – auch in Sierre-Zinal die Mannschaftswertung, und dies mit klarem Vorsprung auf die Teams von Brooks, Salomon, Asics, Nike und Adidas! Die Unterstützung durch Sponsor und Ausrüster On werde immer besser, sagt Krejci: „Paul Mathou, selbst ein erfahrener Trailläufer mit einem UTMB-Index von über 830, ist neuer Trail-Verantwortlicher der Marke, er war vor Ort in Zinal dabei war. Mit ihm wird die Zusammenarbeit noch fruchtbringender und intensiver.“

    Frauenrennen: Florea sorgt für die Bestätigung ihrer herausragenden Form

    Während bei den Männern alles beim Alten blieb, gab es bei den Frauen in Zinal ein neues Gesicht an der Spitze: Die Rumänin Madalina Florea gewann in 2:55:44 Stunden, nachdem sie sich bei einem Sturz im Abstieg nach Zinal noch einen gehörigen Schreck eingefangen hatte. Titelverteidigerin Caroline Kimutai aus Kenia, die während des Rennens zwischenzeitlich bis auf Rang fünf zurückgefallen war, kämpfte sich in der Schlussphase stark zurück und wurde Zweite (2:56:30, +46 Sekunden). Die Schottin Morven Goodrum, lange in Führung liegend und noch am Hotel Weisshorn Spitzenreiterin, musste sich am Ende mit dem dritten Platz begnügen (2:57:15,8 Stunden, +1:29,7 Minuten).

    „Was bedeutet es, hier die Nummer eins zu sein?“, wurde eine überwältigte Florea nach dem Zieleinlauf gefragt. „Ich bin so, so glücklich. Das Sommertraining hat sich ausgezahlt. Danke an meinen Trainer, an meine Familie, an alle Unterstützer, Zuschauer und Organisatoren. Ich kann gar nicht erklären, was gerade in mir vorgeht – es fühlt sich so unwirklich an. Nach diesem harten Kampf steckt so viel Emotion und so viel Arbeit dahinter. Ich bin einfach nur dankbar.“

    Hier geht es zu den Ergebnissen von Sierre-Zinal 2026

    Hottenrott starke Zehnte

    Pablo Orsorio (GTWS Communications) sprach mit Laura Hottenrott in der Mixed-Zone in Zinal: „Laura, herzlichen Glückwunsch zu Platz zehn! Kannst du dein Reinnen für uns nochmals Revue passieren lassen?“

    „Ich bin gestartet und tatsächlich auf dem Asphalt super-schnell gewesen – und war in Führung, und das war total verrückt, weil es ja das erste Mal war in Sierre-Zinal, bei dem die Frauen einzeln (also nicht zusammen mit den Männern, Anm.) starteten.“

    „Im Uphill habe ich dann die Top 5 ziehen lassen, weil das war mir dann doch zu hart und war dann bis, ja, sechs Kilometer vor Schluss auf Platz 6 und bin leider im Downhill etwas verhalten gelaufen.“

    „Aber mein Ziel war Top 10, denn das ist einfach hier so viel wert. Ich bin jetzt Zehnte geworden und laufe nächste Woche bei den Europameisterschaften in Birmingham im Marathon.“

    „Ich bin super happy mit dem 10. Platz, ich liebe das Rennen einfach. Und auch trotz der Straßenlaufvorbereitung war ich nur zwei, drei Minuten langsamer als letztes Jahr!“

    ANMERKUNG: Der Artikel wurde am 8.8.26, 2!:40 Uhr, aktualisiert und gekürzt (das Verlaufen von Kiriago verifiziert und aus dem Text gestrichen)

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