Vom 18. bis 20. September 2026 verwandelt sich die kleine Kanareninsel La Gomera in das Zentrum der weltweiten Skyrunning-Szene. 270 Athletinnen und Athleten aus 38 Ländern kämpfen dort um insgesamt 27 Medaillen – organisiert von Gomera Paradise, sanktioniert von der spanischen Bergsportföderation FEDME, unter dem Dach der International Skyrunning Federation (ISF).
Still und leise hat das IOC die internationalen Fachverbände angeschrieben. Was World Athletics vorschlägt, warum das Programm von Los Angeles 2028 die Latte für Brisbane 2032 noch höher legt – und warum ausgerechnet das Gehen den Weg freimachen könnte.
Gleiche drei Namen, gleiche Reihenfolge, ein Jahr später: Beim Sierre-Zinal 2026 hat sich das Kenia-Trio von Run2Gether On Trail erneut das komplette Männerpodest gesichert – exakt wie 2025. Bei den Frauen sorgte dagegen eine Rumänin für ein weiteres Karrierehighlight.
Es gibt Rennen, die man läuft. Und es gibt Rennen, die man einmal im Leben gelaufen sein müsste. Sierre-Zinal gehört unbestreitbar zur zweiten Kategorie. 31 Kilometer, 2.200 Höhenmeter, fünf Viertausender am Horizont. Und eine fast 52-jährige Geschichte, die das Trailrunning zu dem gemacht hat, was es heute ist.
Ein Kartograph aus der österreichischen Südoststeiermark, rund 60 kenianische Eliteathleten und eine Geschichte, jene von run2gether und Thomas Krejci, die noch lange nicht zu Ende erzählt ist.
Joyline Chepngeno wurde positiv getestet und ist der nächste prominente Dopingfall im Trailrunning. Es ist ein Fall, der exemplarisch aufzeigt, wie sich der Sport verändert, und wie jeder Dopingtest eine Wachstumschance bedeutet.
Eine treibende Kraft zur Professionalisierung des Trailrunning-Sports sind die Golden Trail World Series, die Sehnsüchte und Begehrlichkeiten wecken und nunmehr an einem Scheideweg stehen. Ein Scheideweg, der die Szene noch besser, noch größer und noch interessanter dastehen lassen könnte.